Spital STS AG, Spital Thun

Qualitätsberichte

Struktur Kategorie Jahr publiziert am Aufrufe Download
eQB H+ 2016 Akutsomatik 2016 2.6.2017 98 pdf (1.2 MB)
eQB H+ 2015 Akutsomatik 2015 31.5.2016 266 pdf (1.1 MB)
Qualitätsbericht nach Struktur H+ (PDF) 2014 AkutsomatikPsychiatrie 2014 21.4.2015 185 pdf (1 MB)
Qualitätsbericht nach Struktur H+ (PDF) 2013 AkutsomatikPsychiatrie 2013 30.5.2014 187 pdf (804.2 kB)
Qualitätsbericht nach Struktur H+ (PDF) 2012 Akutsomatik 2012 28.3.2013 232 pdf (994.5 kB)
Qualitätsbericht nach Struktur H+ (PDF) 2011 Akutsomatik 2011 5.6.2012 245 pdf (783.5 kB)
Qualitätsbericht nach Struktur H+ (PDF) 2010 Akutsomatik 2010 1.7.2011 265 pdf (744.8 kB)
Qualitätsbericht nach Struktur H+ (PDF) 2009 Akutsomatik 2009 1.7.2010 279 pdf (661.5 kB)

Strategie

Qualitätsstrategie und –ziele

Im Zentrum all unserer Bemühungen und Qualitätsbestreben stehen unsere Patientinnen und Patienten. In diesem Sinn nimmt die kontinuierliche Qualitätsentwicklung und Qualitätssicherung mit Fokus auf eine grösstmögliche Patientensicherheit und Patientenzufriedenheit einen zentralen Stellenwert in der Arbeit des QM ein. Eine wichtige Basis bildet dabei die zeitnahe Analyse diverser erhobener Daten (z.B. Messresultate, Feedback aus Fragebogen, CIRS-Meldungen, u.a.). Ein Mehrwert für den Patienten entsteht, indem diese Daten konsequent bearbeitet, daraus gezielte Verbesserungsmassnahmen definiert, diese klar dokumentiert und anschliessend sinnvoll evaluiert werden.

Zwei bis drei aktuelle Qualitätsschwerpunkte

Schnittstellenoptimierung bei der Medikamentenauslieferung an die Stationen 
In einem ersten Schritt zur Erhöhung der Medikamentensicherheit wurde in der Spitalapotheke 2013 der Kommissionierautomat (Modell ROWA Vmax) eingeführt. Als weiterer Schritt hat die Spital STS AG im 2016 als erstes Spital weltweit neue Schnittstellen geschaffen, welche die Kommunikation zwischen dem Medikamentendistributionssystem PYXIS auf den Stationen und dem ROWA Vmax ermöglichen.
Im Zusammenspiel mit den neu geschaffenen Schnittstellen werden nun Nachfüllaufträge für die einzelnen Pyxisgeräte automatisch an das Warenbewirtschaftungssystem der Apotheke gesendet und müssen nicht mehr von Hand bearbeitet werden. Der Grossteil eines Nachfüllauftrags wird nun automatisch abgearbeitet und die Ware in stationsbezogenen Kisten bereit gestellt. Durch diese zusätzliche Automatisierung können die Prozesse der Apotheke verbessert und effektiver gestaltet werden. Auslieferungsfehler werden auf diese Weise weiter reduziert und schliesslich die Medikamentensicherheit erhöht.

„Medizentrum Thun“ 
Wir alle stellen fest, dass in der modernen mobilen Gesellschaft das Bedürfnis nach rascher und unkomplizierter medizinischer Versorgung wächst, auch ohne vorherigeTerminabsprache. So entstehen aktuell an Knotenpunkten ambulante Angebote wie Walk-In-Praxen, City- und Hausarztnotfälle, Medizentren oder klinischen Permanencen. Diese Angebote verfolgen alle die gleichen Zielsetzungen: Sie entsprechen dem Verhalten und der Nachfrage seitens der Patienten und sie sollen Menschen mit körperlichen Beschwerden, Unfällen oder medizinisch dringlichen Problemen, die nicht direkt eine Spitalnotfallstation erfordern, eine unkomplizierte Anlaufstelle bieten. Um den gesellschaftlichen Trends zu entsprechen und das bestehende Angebot sinnvoll zu ergänzen, wird die Spital STS AG, als führendes Regionales Spitalzentrum, ab Mai 2017 am strategisch günstigen Standort Bahnhof Thun das Medizentrum Thun betreiben.
In den gleichen Räumlichkeiten wie die Walk-in-Praxis wird eine Gastroenterologiepraxis eröffnet. Diese wird unter der Leitung von Dr. med. B. van der Weg, Leitender Arzt am Gastroenterologiezentrum Thun-Berner Oberland, stehen. Dr. van der Weg arbeitet sowohl in der Praxis als auch im Spital. Dadurch wird eine enge Zusammenarbeit sichergestellt.

Erreichte Qualitätsziele

Konzept „Beschwerden und Haftpflichtfälle“ 
Eine hohe Patientenzufriedenheit ist ein übergeordnetes Ziel unseres Unternehmens. Positive und negative Patientenrückmeldungen liefern dabei wichtige Hinweise für die Reflexion und für Verbesserungen der Abläufe rund um den Kernauftrag der Spital STS AG – die Arbeit am Patienten. Umso wichtiger ist es, dass der Umgang mit Beschwerden und Haftpflichtfällen professionell und standardisiert erfolgt. Das neue Konzept „Beschwerden und Haftpflichtfälle in der Spital STS AG“ ist seit dem 1. November 2016 in Kraft. Es legt die Handhabung von Haftpflichtfällen und von komplexen und umfangreichen Beschwerden fest und regelt die Zuständigkeiten bei deren Bearbeitung.

Erfolgreiche Re-Validierung für die Medizininformatik
Im Mai 2012 hat die internationale „Hospital Information Management System Society“ (HIMSS) die Spital STS AG dafür ausgezeichnet, dass sie – als eines von wenigen Spitälern in Europa – über ein qualitativ hochstehendes Klinikinformationssystem verfügt, welches besonders auf Prozessqualität und Patientensicherheit ausgerichtet ist. Im ersten Halbjahr 2016 erfolgte nun die Re-Validierung. Die Spital STS AG erfüllt weiterhin alle Kriterien für die Stufe 6 von insgesamt 7 (7= u.a. in allen Bereichen komplett papierlos und mit Pyxis/Idef-IS ausgerüstet). Speziell hervorgehoben wurde, dass die IT-Unterstützung der klinischen Prozesse herausragend ist. Zudem wurde die spitalweite Nutzung von elektronischen Verordnungen als Stärke und die Bereitstellung und Gabe von Medikamenten als fortschrittlich bezeichnet. Dank für diese erneute Auszeichnung gebührt einerseits dem Team der Informatik, aber andererseits auch vielen weiteren Fachbereichen und allen Nutzern, die das ihre dazu beitragen, dass die Spital STS AG punkto Spital-IT zu den europäischen Spitzenreitern gehört.

Zertifizierung „Swiss Cancer Network“
Im Jahr 2016 hat das Onkologiezentrum Thun-Berner Oberland die Zertifizierung „Swiss Cancer Network“ erhalten. Swiss Cancer Network hat zum Ziel, die Behandlungs- und Betreuungsqualität für Tumorpatienten zu fördern. Es basiert auf einem gemeinsam von der SGMO, der Schweizerischen Gesellschaft für Radio-Onkologie (SRO) und der Onkologiepflege Schweiz (OPS) erarbeiteten Qualitätskonzept. Zertifizierte Mitglieder dokumentieren, dass Sie Ihre Tumorpatienten gemäss international anerkannten Richtlinien behandeln und betreuen und Ihre Patienten in interdisziplinären Tumorboards besprechen.

Siegel für „Qualitätsgesicherte Hernien-Chirurgie“ 
Die Chirurgische Klinik im Spital Thun und die Chirurgie im Spital Zweisimmen haben im Herbst 2016 das Siegel für „Qualitätsgesicherte Hernien-Chirurgie“ erhalten. Um die Ergebnisse und die Qualität der Hernienchirurgie zu verbessern, wurde im Jahre 2009 die gemeinnützige Gesellschaft Herniamed gegründet. Dabei handelt es sich um ein Netzwerk von besonders an der Hernienchirurgie interessierten Chirurgen. Kernpunkt des Herniamed-Projekts ist eine internetbasierte Qualitätssicherungsstudie, in die alle Kliniken und niedergelassenen Chirurgen kostenfrei ihre durchgeführten Hernienoperationen nach fundiertem wissenschaftlichem Standard eingeben können. Auf der Basis dieser Ergebnisse können die Experten dann die besten Therapieoptionen für die Patienten erarbeiten. Damit die Ergebnisse der Qualitätssicherungsstudie allen frei zugänglich gemacht und weitere wissenschaftliche Ergebnisse publiziert werden können, wurde das Online-Journal Herniamed gegründet. Um Patienten, Angehörige und sonstige Interessierte möglichst umfänglich &u

Qualitätsentwicklung in den kommenden Jahren

Um auch weiterhin einen qualitativ überzeugenden und den Bedürfnissen der Gesellschaft angepassten Beitrag zur Gesundheitsversorgung leisten zu können, sind in den nächsten Jahren Sanierungen auf der Intensivstation und bei einem grossen Teil der Bettenstationen im Spital Thun geplant. Nach intensiver Planung im Jahr 2016 erfolgt nun in den nächsten Jahren die schrittweise Umsetzung, so dass Patienten und Mitarbeiter ab dem Jahr 2021 eine neuzeitliche Infrastruktur nützen können. Damit während den Bauphasen die Qualität der Betreuung und die Bettenkapazität aufrechterhalten werden kann, ist in dieser Zeit ein Provisorium geplant.
Die Planung und Umsetzung der Sanierung steht in engem Zusammenhang mit der stetigen Entwicklung in der Pflegeorganisation und den zugrundeliegenden Abläufen. So wurden unter Einbezug aller Nutzer (Ärzte, Pflege, Hauswirtschaft, Apotheke etc.) die laufenden Prozesse kritisch hinterfragt und angepasst. Nur wenn diese Aspekte in die Planung aufgenommen werden, ist es unseres Erachtens möglich, auch zukünftig eine effiziente, sichere und qualitativ hochstehende Patientenversorgung wahrnehmen zu können.

Organisation des Qualitätsmanagements

Das Qualitätsmanagement ist in der Geschäftsleitung vertreten.

Das Qualitätsmanagement ist als Linienfunktion direkt der Geschäftsleitung unterstellt.

Für das Qualitätsmanagement stehen insgesamt 100 Stellenprozente zur Verfügung.

Qualitätsindikatoren ANQ

Im Nationalen Verein für Qualitätsentwicklung in Spitäler und Kliniken (ANQ) sind der Spitalverband H+, die Kantone, der Verband der Krankenkassen santésuisse und die eidgenössischen Sozialversicherer vertreten. Zweck des ANQ ist die Koordination und Durchführung von Massnahmen in der Qualitätsentwicklung auf nationaler Ebene, insbesondere die einheitliche Umsetzung von Ergebnisqualitäts-Messungen in Spitälern und Kliniken, mit dem Ziel, die Qualität zu dokumentieren, weiterzuentwickeln und zu verbessern.

Chancen und Grenzen der ANQ-Qualitätsmessungen

Weitere Informationen finden Sie in den Spital-Qualitätsberichten und auf www.anq.ch.

  • Akutsomatik
  • Rehabilitation

Nationale Qualitätsmessungen

Unser Betrieb hat im Jahr 2016 an folgenden nationalen Qualitätsmessungen teilgenommen:

Akutsomatik
Nationale Patientenbefragung in der Akutsomatik
Nationale Auswertung der potentiell vermeidbaren Rehospitalisationen
Nationale Auswertung der potentiell vermeidbaren Reoperationen
Nationale Erhebung der postoperativen Wundinfekte
Nationale Prävalenzmessung Sturz
Prävalenzmessung Dekubitus

Eigene Qualitätsmessungen

Unser Betrieb hat im Jahr 2016 folgende zusätzliche Qualitätsmessungen durchgeführt:

Spitaleigene Befragungen
Befragung Patientenzufriedenheit
Spitaleigene Messungen
Erfassung Dekubitus
Erfassung Sturz
Mangelernährung

Übersicht über laufende Qualitätsaktivitäten und -Projekte

Zertifizierungen und angewendete Normen / Standards

Angewendete Norm Bereich, der mit Norm / Standard arbeitet Jahr der ersten Zertifizierung Jahr der letzten Rezertifizierung Bemerkungen
Concret AG Pflegequalität Medizinische Klinik Thun 2005 2017
Concret AG Pflegequalität Klinik für Orthopädie/Traumatologie 1999 2017
Concret AG Pflegequalität Chirurgische Klinik 1999 2017
Concret AG Pflegequalität Frauenklinik 1999 2017
Babyfriendly Hospital UNICEF Geburtenabteilung 2011 2014
Swiss Cancer Network Onkologiezentrum Thun-Berner Oberland 2016 2017 Jährliches Zertifikat
Herniamed (Siegel für Qualitätsgesicherte Hernienchirurgie Chirurgische Klinik Spital STS AG 2016 gemäss Vorgaben
Gefässzentrum nach USGG Angiologie / Gefässchirurgie / Radiologie Thun 2014 gemäss Vorgaben
Wundzentrum (Schweizerische Gesellschaft für Wundbehandlung (SAfW)) Wundsprechstunde der Angiologie (Medizinische Klinik Thun) 2011 2014
ISO 9001:2008 Operationsbereich Thun (inkl. Zentralsterilisation) 2009 2015 Zentralsterilisation Erstzertifizierung 2010
EN ISO 13485:2012/ISO 17665-1:2006 Zentralsterilisation Spital Thun 2010 2015
ISO 15189:2012 Labor Thun 2008 2014
ISO/EC 17025:2005 Labor Thun 2006 2014
Swissmedic Labile Blutprodukte 2008 2016 Betriebsbewilligung
Betriebsbewilligung und Bewilligung für den Umgang mit Betäubungsmittel (Spital Thun: inkl. Herstellungsbewilligung für Zytostatika) Spitalapotheke Thun 1997 2016 Herstellungsbewilligung für Zytostatika seit 2005
Swiss Memory Clinic Psychiatrische Dienste Thun 2014 gemäss Vorgaben
ISO 9001:2008 Psychiatrische Dienste Thun 2008 2014
ISO 9001:2008 Berufliche Förderung und Klärung BFK 2015 gemäss Vorgaben
Interverband für Rettungswesen Rettungsdienst Spital STS AG 2015 gemäss Vorgaben
Zertifizierung nach Qualitätsstandard der Logopädie Bern Logopädie 2014 2017
"Friendly Workspace" durch Gesundheitsförderung Schweiz Betriebliches Gesundheitsmanagement (Human Resources) 2010 2014
EKAS (Arbeitssicherheit) Spital STS AG Thun 2007 2014
REKOLE von H+ Rechnungswesen der Spital STS AG 2011 2015

Registerübersicht

Bezeichnung Fachrichtungen Betreiberorganisation Seit
ASF
Arbeitsgemeinschaft Schweizerischer Frauenkliniken
Gynäkologie und Geburtshilfe SGGG: Schweizerische Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe
www.sevisa.ch
1998
MDSi
Minimaler Datensatz der Schweiz. Gesellschaft für Intensivmedizin SGI
Intensivmedizin SGI Schweizer Gesellschaft für Intensivmedizin
www.sgi-ssmi.ch
2009
MIBB
Register der Minimal invasiven Brust-Biopsien
Gynäkologie und Geburtshilfe, Radiologie, Senologie

MIBB Working Group der Schweizerischen Gesellschaft für Senologie
www.mibb.ch

2009
SAfW DB
Schweizerische Arbeitsgemeinschaft für Wundbehandlung Datenbank
Allgemeine Innere Medizin, Dermatologie und Venerologie, Orthopädische Chirurgie, Herz- und Thorax-. Gefässchirurgie, Angiologie, Intensivmedizin Adjumed Services AG
www.safw.ch
2012
Dialyseregister
Schweizer Dialyseregister
Nephrologie

Schweizer Gesellschaft für Nephrologie
www.sgn-ssn.ch

2010
SMOB
Swiss Morbid Obesity Register
Chirurgie, Viszeralchirurgie, Bariatrie SMOB Register
www.smob.ch
2014
SRRQAP
Swiss Renal Registry and Quality Assessment Program
Nephrologie Klinik & Poliklinik für Nephrologie & Hypertonie, Inselspital Bern
www.srrqap.ch
2013
Swiss Spine
SWISS Spine Register
Orthopädische Chirurgie Institute for Evaluative Research in Medicine
www.swiss-spine.ch
2004
SwissNET
Schweizer Register für neuroendokrine Tumore
Chirurgie, Pathologie, Gastroenterologie, Endokrinologie/Diabetologie, Med. Onkologie, Nuklearmedizin, Radiologie Verein SwissNET
swissnet.net
2012
SWISSVASC
SWISSVASC Registry
Gefässchirurgie

Arbeitsgruppe Swissvasc Registry
www.swissvasc.ch

2013
NICER
Nationales Institut für Krebsepidemiologie und -registrierung
Alle Nationales Institut für Krebsepidemiologie und -registrierung
www.nicer.org
2013
KR Bern
Krebsregister Bern
Alle www.krebsregister.unibe.ch 2013
Infreporting
Meldesystem meldepflichtiger übertragbarer Krankheiten
Infektiologie, Epidemiologie

Bundesamt für Gesundheit Sektion Meldesysteme
www.bag.admin.ch/infreporting

1999